Bei der Neodigital Gebäudeversicherung liegt eine Überversicherung vor, wenn die Versicherungssumme den Wert des versicherten Interesses erheblich übersteigt – hier erfahren Sie, wie sich die Summe herabsetzen lässt, welcher Beitrag dann gilt und wann ein Vertrag bei rechtswidriger Absicht nichtig wird.
Übersteigt die Versicherungssumme den Wert des versicherten Interesses erheblich, so kann sowohl der Versicherer als auch der Versicherungsnehmer verlangen, dass zur Beseitigung der Überversicherung die Versicherungssumme mit sofortiger Wirkung herabgesetzt wird.
Ab Zugang des Herabsetzungsverlangens ist für die Höhe des Beitrags der Betrag maßgebend, den der Versicherer berechnet haben würde, wenn der Vertrag von vornherein mit dem neuen Inhalt geschlossen worden wäre.
Hat der Versicherungsnehmer die Überversicherung in der Absicht geschlossen, sich dadurch einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, ist der Vertrag nichtig. Dem Versicherer steht der Beitrag bis zu dem Zeitpunkt zu, zu dem er von den die Nichtigkeit begründenden Umständen Kenntnis erlangt.
Was bedeutet das konkret?
Eine Überversicherung entsteht, wenn Ihre versicherte Summe deutlich höher ist als der tatsächliche Wert dessen, was abgesichert werden soll. In diesem Fall können beide Vertragsseiten dafür sorgen, dass die Summe sofort auf den passenden Wert gesenkt wird – und ab dann zahlen Sie nur noch den entsprechend angepassten Beitrag. Wer eine Überversicherung jedoch bewusst nutzt, um sich einen unrechtmäßigen Vorteil zu verschaffen, verliert den Versicherungsschutz.
Häufige Fragen
Wann liegt eine Überversicherung vor?
Eine Überversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme den Wert des versicherten Interesses erheblich übersteigt.
Wer kann die Herabsetzung der Versicherungssumme verlangen?
Sowohl der Versicherer als auch der Versicherungsnehmer können verlangen, dass die Versicherungssumme zur Beseitigung der Überversicherung mit sofortiger Wirkung herabgesetzt wird.
Welcher Beitrag gilt nach der Herabsetzung?
Ab Zugang des Herabsetzungsverlangens ist der Betrag maßgebend, den der Versicherer berechnet haben würde, wenn der Vertrag von vornherein mit dem neuen Inhalt geschlossen worden wäre.
Was passiert bei Überversicherung in betrügerischer Absicht?
Hat der Versicherungsnehmer die Überversicherung in der Absicht geschlossen, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, ist der Vertrag nichtig. Dem Versicherer steht der Beitrag bis zu dem Zeitpunkt zu, zu dem er von den die Nichtigkeit begründenden Umständen Kenntnis erlangt.