Bei der Neodigital Versicherung müssen Versicherungsnehmer in der Privaten Haftpflichtversicherung Änderungen des versicherten Risikos nach Aufforderung innerhalb eines Monats mitteilen. Erfahren Sie, wie die Beitragsregulierung abläuft, welche Fristen gelten und welche Folgen unrichtige oder verspätete Angaben haben.
Veränderungen des versicherten Risikos und Auswirkung auf den Beitrag (Beitragsregulierung)
Der Versicherungsnehmer hat nach Aufforderung mitzuteilen, ob und welche Änderungen des versicherten Risikos gegenüber den früheren Angaben eingetreten sind. Diese Aufforderung kann auch durch einen Hinweis auf der Beitragsrechnung erfolgen.
Für die Angaben gilt:
- Sie sind innerhalb eines Monats nach Zugang der Aufforderung zu machen.
- Sie sind auf Wunsch des Versicherers nachzuweisen.
Bei unrichtigen Angaben zum Nachteil des Versicherers kann dieser vom Versicherungsnehmer eine Vertragsstrafe in dreifacher Höhe des festgestellten Beitragsunterschiedes verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Versicherungsnehmer beweist, dass ihn an der Unrichtigkeit der Angaben kein Verschulden trifft.
Zeitpunkt der Beitragsberichtigung:
Aufgrund der Änderungsmitteilung des Versicherungsnehmers oder sonstiger Feststellungen wird der Beitrag ab dem Zeitpunkt der Veränderung berichtigt (Beitragsregulierung). Beim Wegfall versicherter Risiken erfolgt die Berichtigung jedoch erst ab dem Zeitpunkt des Eingangs der Mitteilung beim Versicherer.
Der vertraglich vereinbarte Mindestbeitrag darf dadurch nicht unterschritten werden. Alle nach dem Versicherungsabschluss eingetretenen Erhöhungen und Ermäßigungen des Mindestbeitrags werden berücksichtigt.
Folgen einer unterlassenen oder verspäteten Mitteilung:
- Unterlässt der Versicherungsnehmer die rechtzeitige Mitteilung, kann der Versicherer für den Zeitraum, für den die Angaben zu machen waren, eine Nachzahlung in Höhe des für diesen Zeitraum bereits in Rechnung gestellten Beitrags verlangen.
- Werden die Angaben nachträglich gemacht, findet eine Beitragsregulierung statt.
- Ein vom Versicherungsnehmer zu viel gezahlter Beitrag wird nur zurückerstattet, wenn die Angaben innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung des erhöhten Beitrags erfolgten.
Die vorstehenden Bestimmungen finden auch Anwendung auf Versicherungen mit Beitragsvorauszahlung für mehrere Jahre.
Was bedeutet das konkret?
Verändert sich das versicherte Risiko, sollen Sie das dem Versicherer melden, sobald Sie dazu aufgefordert werden – der Hinweis dazu kann auch auf der Beitragsrechnung stehen. Auf Basis dieser Angaben wird Ihr Beitrag angepasst. Melden Sie Änderungen nicht rechtzeitig oder machen falsche Angaben, kann das für Sie mit einer Nachzahlung oder Vertragsstrafe verbunden sein. Umgekehrt bekommen Sie zu viel gezahlten Beitrag zurück, wenn Sie sich an die genannten Fristen halten.
Häufige Fragen
Bis wann muss ich Änderungen des versicherten Risikos mitteilen?
Die Angaben sind innerhalb eines Monats nach Zugang der Aufforderung zu machen und auf Wunsch des Versicherers nachzuweisen.
Welche Folgen haben unrichtige Angaben zum Nachteil des Versicherers?
Der Versicherer kann eine Vertragsstrafe in dreifacher Höhe des festgestellten Beitragsunterschiedes verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Versicherungsnehmer beweist, dass ihn an der Unrichtigkeit der Angaben kein Verschulden trifft.
Ab welchem Zeitpunkt wird der Beitrag berichtigt?
Der Beitrag wird ab dem Zeitpunkt der Veränderung berichtigt. Beim Wegfall versicherter Risiken erfolgt die Berichtigung erst ab dem Zeitpunkt des Eingangs der Mitteilung beim Versicherer. Der vereinbarte Mindestbeitrag darf dabei nicht unterschritten werden.
Bekomme ich zu viel gezahlten Beitrag zurück?
Ein zu viel gezahlter Beitrag wird nur zurückerstattet, wenn die Angaben innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung des erhöhten Beitrags erfolgten.
Gelten diese Regelungen auch bei mehrjähriger Beitragsvorauszahlung?
Ja. Die vorstehenden Bestimmungen finden auch Anwendung auf Versicherungen mit Beitragsvorauszahlung für mehrere Jahre.