Wenn gegen dich als Versicherungsnehmer Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, prüft die Neodigital in der Privathaftpflicht zunächst die Haftpflichtfrage, wehrt unberechtigte Forderungen ab und stellt dich von berechtigten Schadensersatzverpflichtungen frei. Steht die Ersatzpflicht mit bindender Wirkung fest, erfolgt die Freistellung binnen zwei Wochen; zudem darf der Versicherer den Schaden im Namen des Versicherungsnehmers abwickeln, den Prozess führen und die Kosten eines Strafverteidigers tragen.
Der Versicherungsschutz umfasst:
- die Prüfung der Haftpflichtfrage,
- die Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche und
- die Freistellung des Versicherungsnehmers von berechtigten Schadensersatzverpflichtungen.
Berechtigt sind Schadensersatzverpflichtungen dann, wenn der Versicherungsnehmer aufgrund Gesetzes, rechtskräftigen Urteils, Anerkenntnisses oder Vergleichs zur Entschädigung verpflichtet ist und der Versicherer hierdurch gebunden ist.
Anerkenntnisse und Vergleiche, die vom Versicherungsnehmer ohne Zustimmung des Versicherers abgegeben oder geschlossen worden sind, binden den Versicherer nur, soweit der Anspruch auch ohne Anerkenntnis oder Vergleich bestanden hätte.
Ist die Schadensersatzverpflichtung des Versicherungsnehmers mit bindender Wirkung für den Versicherer festgestellt, hat der Versicherer den Versicherungsnehmer binnen zwei Wochen vom Anspruch des Dritten freizustellen.
Der Versicherer ist bevollmächtigt, alle ihm zur Abwicklung des Schadens oder zur Abwehr der Schadensersatzansprüche zweckmäßig erscheinenden Erklärungen im Namen des Versicherungsnehmers abzugeben.
Kommt es in einem Versicherungsfall zu einem Rechtsstreit über Schadensersatzansprüche gegen den Versicherungsnehmer, ist der Versicherer bevollmächtigt, den Prozess zu führen. Der Versicherer führt dann den Rechtsstreit auf seine Kosten im Namen des Versicherungsnehmers.
Wird in einem Strafverfahren wegen eines Schadensereignisses, das einen unter den Versicherungsschutz fallenden Haftpflichtanspruch zur Folge haben kann, die Bestellung eines Verteidigers für den Versicherungsnehmer vom Versicherer gewünscht oder genehmigt, so trägt der Versicherer die gebührenordnungsmäßigen oder die mit ihm besonders vereinbarten höheren Kosten des Verteidigers.
Erlangt der Versicherungsnehmer oder eine mitversicherte Person das Recht, die Aufhebung oder Minderung einer zu zahlenden Rente zu fordern, so ist der Versicherer bevollmächtigt, dieses Recht auszuüben.
Was bedeutet das konkret?
Der Versicherer prüft, ob ein Schadensersatzanspruch gegen dich besteht, wehrt unberechtigte Ansprüche ab und übernimmt berechtigte Forderungen für dich. Als berechtigt gelten Ansprüche, die auf Gesetz, rechtskräftigem Urteil, Anerkenntnis oder Vergleich beruhen und den Versicherer binden; eigenmächtige Anerkenntnisse oder Vergleiche ohne Zustimmung wirken nur, wenn der Anspruch ohnehin bestanden hätte. Steht die Ersatzpflicht bindend fest, wird der Versicherungsnehmer binnen zwei Wochen freigestellt. Der Versicherer darf zudem im Namen des Versicherungsnehmers Erklärungen abgeben, den Prozess führen und trägt bei einem Strafverfahren die Kosten eines gewünschten oder genehmigten Verteidigers.
Häufige Fragen
Was leistet die Privathaftpflicht bei einem Schadensersatzanspruch?
Der Versicherungsschutz umfasst die Prüfung der Haftpflichtfrage, die Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche und die Freistellung des Versicherungsnehmers von berechtigten Schadensersatzverpflichtungen.
Wann muss der Versicherer den Versicherungsnehmer vom Anspruch freistellen?
Ist die Schadensersatzverpflichtung mit bindender Wirkung für den Versicherer festgestellt, hat er den Versicherungsnehmer binnen zwei Wochen vom Anspruch des Dritten freizustellen.
Gilt ein Anerkenntnis, das ich ohne Zustimmung des Versicherers abgebe?
Anerkenntnisse und Vergleiche ohne Zustimmung des Versicherers binden diesen nur, soweit der Anspruch auch ohne das Anerkenntnis oder den Vergleich bestanden hätte.
Wer trägt die Kosten eines Verteidigers im Strafverfahren?
Wird die Bestellung eines Verteidigers vom Versicherer gewünscht oder genehmigt, trägt der Versicherer die gebührenordnungsmäßigen oder die mit ihm besonders vereinbarten höheren Kosten des Verteidigers – sofern das Strafverfahren ein Schadensereignis betrifft, das einen versicherten Haftpflichtanspruch zur Folge haben kann.
Inhalte aus: Bedingungen Privathaftpflichtversicherung NEO-L 2025